Presseinformation

Neue Informationstechnologien Verdoppeln Wettbewerbsfähigkeit Von Unternehmen

Studie zeigt, wie Mobile Computing, Cloud-Dienste und Online-Collaboration-Tools die Produktivität verbessern – jedoch nicht für alle Unternehmen

London, 29 Januar 2013 — Eine neue Studie belegt erstmals, dass neue Technologien wie Cloud-basierte Dienste, Mobilitätslösungen und Online-Collaboration-Tools die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen verbessern.

Die von der führenden internationalen Business School INSEAD gemeinsam mit AT&T* durchgeführte Studie zeigt, dass sich die Wahrscheinlichkeit Wettbewerbsvorteile zu erzielen, für Unternehmen, die hohe Investitionen in neue Informationstechnologien tätigen, verdoppelt – von 35% auf 74%.

Allerdings sind hohe Investitionen in neue Technologien allein kein Garant für eine gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit. Manche Unternehmen, die viel Geld in neue Informations- und Telekommunikationstechnologien (ITK) stecken, sehen überhaupt keine Verbesserung ihrer Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit gegenüber Wettbewerbern, die gar nicht oder kaum in neue Technologien investieren. Der entscheidende Faktor für erfolgreiche Technologieinvestitionen sind starke Unternehmensressourcen in geschäftsrelevanten Bereichen.

Die Studienergebnisse

Die Ergebnisse der Studie basieren auf einer detaillierten Befragung von Führungskräften aus 225 internationalen Unternehmen, die in Europa, dem asiatisch-pazifischen Raum und Nordamerika tätig sind.

Sie zeigen, dass Unternehmen im asiatisch-pazifischen Raum einen deutlich höheren Anteil ihrer ITK-Budgets für neue Technologien bereitstellen und diese Investitionen auch schneller ausweiten wollen als Unternehmen in anderen Regionen:

  • Gegenüber dem Stand von vor drei Jahren (17%) wird der Anteil der Investitionen in Mobilitätslösungen in den nächsten zwei Jahren auf 31% steigen, was einem Anstieg um 82% entspricht,
  • der Anteil der Investitionen in Cloud-Dienste wird sich von 12% auf 30% mehr als verdoppeln (Anstieg um 150%) und
  • der Anteil der Ausgaben für Collaboration-Tools wird von 18% auf 26% steigen (Steigerung von 44%).

In Europa werden die Investitionen in neue Technologien in den nächsten zwei Jahren nochmals an Fahrt gewinnen. Die Umfrageergebnisse skizzieren folgende Entwicklung für das gesamte europäische ITK-Budget:

  • Gegenüber dem Stand von 12% vor drei Jahren wird der Anteil der Investitionen in Mobilitätslösungen in den nächsten zwei Jahren auf 20% steigen (Anstieg von 66%).
  • Die Ausgaben für Cloud-basierte Dienste werden sich von 12% auf 23% nahezu verdoppeln (Anstieg von 96%) und
  • die Auslagen für Collaboration-Tools werden sich von 16% auf 17% leicht erhöhen.

Starke Ressourcen in geschäftsrelevanten Bereichen

Das wichtigste Umfrageergebnis: Bei Unternehmen, die über starke Ressourcen in geschäftsrelevanten Bereichen verfügen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass höhere Investitionen in neue Technologien die Wettbewerbsfähigkeit stärken, doppelt so hoch wie bei anderen Unternehmen – 74% gegenüber 35%. Umgekehrt erhöhen bedeutende Investitionen in neue Technologien bei Unternehmen mit Defiziten bei geschäftsrelevanten Ressourcen die Wahrscheinlichkeit einer besseren Leistung nicht. Bei diesen Unternehmen besteht ein hohes Risiko, dass Investitionen in neue Technologien eine Verschwendung von Betriebsmitteln darstellen.

Im Rahmen der Studie hat INSEAD eLab, ein INSEAD-Exzellenzzentrum, das die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Unternehmensführung, Organisationen und Länder untersucht, folgende geschäftsrelevanten Schlüsselressourcen identifiziert:

  1. Einbindung der Geschäftsbereiche in Technologieinvestitionen und Managemententscheidungen,
  2. Zugang zu technisch versierten Nachwuchskräften,
  3. Zugang zu Führungskräftenachwuchs und
  4. eine ausgereifte digitale Plattform (der Grad der Standardisierung, gemeinsamen Nutzung und Integration der Technologie, Geschäftsprozesse und Datenkomponenten der digitalen Plattformen wird als „Grad der digitalen Reife“ bezeichnet).

Die Studie zeigt deutlich, dass die bei weitem wichtigste Ressource die digitale Reife ist. Wenn Unternehmen mit ausgereiften digitalen Plattformen in neue Technologien investieren, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie dadurch eine hohe Agilität im Wettbewerb erreichen, deutlich höher als bei Unternehmen mit unausgereiften digitalen Plattformen, die ähnliche Investitionen tätigen.

Das ist ein kritischer Faktor im weltweiten Wettbewerb. Europäische Unternehmen geben weniger für neue Technologien aus, können aber auf bereits getätigten Investitionen aufbauen, um den größtmöglichen Nutzen aus ihren künftigen Investitionen zu ziehen. Die asiatischen Unternehmen hingegen müssen aufpassen, dass sie die neuen Technologien nicht zu sehr forcieren, bevor ihre Plattformen richtig aufgestellt sind, um einen optimalen Einsatz dieser Technologien sicherzustellen.

Darüber hinaus hat die Studie einige deutliche Botschaften für Regierungen und Politiker. So könne die europäische Politik Unternehmen helfen, den Reifegrad ihrer digitalen Plattformen schneller zu erhöhen, indem sie die nötigen regulatorischen Rahmenbedingungen schafft, um eine stabile, reibungslose und sichere Speicherung und Übermittlung von Daten zu ermöglichen. Außerdem könne die Politik Unternehmen helfen, den Mehrwert ihrer Technologieinvestitionen zu steigern, indem sie in enger Abstimmung mit den Unternehmen und Universitäten sicherstellt, dass das Fachkräfteangebot am Markt den Bedarf der Unternehmen deckt.

Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, sagte:

„Um die Finanzkrise zu überwinden, müssen Unternehmen und Regierungen herausfinden, wie Technologie bestmöglich zur Produktivität beitragen kann – und so Europa im globalen Wettbewerb stärkt. Wir müssen verstehen, was neue Technologien zur Leistungsfähigkeit beitragen können und wie wir sicherstellen können, dass sie den Investierenden die bestmögliche Rendite bringen. Im Moment ist es wichtiger denn je, dass sich Investitionen bezahlt machen – sowohl in der Privatwirtschaft als auch im öffentlichen Sektor. Vernünftige Entscheidungen hinsichtlich der neuen Technologien genügen daher nicht, wir müssen auch das notwendige Umfeld schaffen, indem Investitionen die Chance haben, erfolgreich zu sein.“

Andrew Edison, Regional Vice President for EMEA, AT&T sagte:

„Die Produktivitätssteigerung ist eine der aktuell größten Herausforderungen für europäische Unternehmen. Wie einige leistungsstarke Unternehmen zeigen, eröffnen neue Technologien wie die Cloud enorme Möglichkeiten für Produktivitätszuwächse. Mit einfachen Investitionen in die neuesten Technologien ist es aber nicht getan – tatsächlich ist eine solche Vorgehensweise riskant. Neue Technologien müssen in ausgereifte, standardisierte Plattformen eingebettet sein. Agil und wettbewerbsfähig zu sein bedeutet nicht, dass man am schnellsten ist, sondern dass man immer in der Lage ist, schnell zu agieren. Das Erfolgsgeheimnis besteht in einer ausgereiften Plattform und der Vermeidung eines ‚Infrastrukturdschungels‘ durch eine übereilte Anwendung der neuesten Tools.“

Theodoros Evgeniou, Associate Professor of Decision Sciences and Technology Management an der INSEAD, und Academic Director des INSEAD eLab, sagte:

„Unsere Ergebnisse verdeutlichen den direkten Zusammenhang zwischen Technologieinvestitionen und Leistungsverbesserungen, wenn Unternehmen umsichtig investieren. Dass sich manche Technologieinvestitionen auszahlen und andere nicht, wissen wir seit langem. Bislang haben wir die Gründe dafür jedoch nie komplett klären können. Diese neue Studie bringt uns einen großen Schritt weiter, indem sie uns neue Daten zur Verfügung stellt, mit deren Hilfe die Entscheider in den Unternehmen ihre Technologieinvestitionen besser steuern können. Vor der Anwendung jeglicher neuen Technologie müssen sich die Unternehmensführer eine einfache Frage stellen: Sind unsere Organisation und unsere digitale Plattform bereit dafür?“

Nils Fonstad, Associate Director des INSEAD eLab, sagte:

„Alle Unternehmen, die Technologieinvestitionen tätigen, um ihre Agilität im Wettbewerb zu erhöhen, sollten zunächst prüfen, wie gut ihre geschäftskritischen Ressourcen sind. Bei der Prüfung der Faktoren, durch die sich die ITK-Investitionen und Ressourcen leistungsstarker Unternehmen von denen anderer Unternehmen unterscheiden, haben wir festgestellt, dass starke Ressourcen in geschäftskritischen Bereichen einen Vorteil darstellen und schwache Ressourcen ein Risiko.“

John Higgins, Director General, Digital Europe, kommentierte die Studie wie folgt:

„Europa lässt zu, dass der eigene Vorteil im Hinblick auf die technologiegetriebene Produktivität schwindet. Europa investiert weniger und erhöht die eigenen Investitionen weniger schnell als Regionen wie Asien. Die europäischen Unternehmen müssen ihre langjährigen Technologieinvestitionen besser nutzen, um sicherzustellen, dass sie über ausreichend ausgereifte digitale Plattformen verfügen, die es ihnen ermöglichen, größtmöglichen Nutzen aus ihren künftigen Technologieinvestitionen zu ziehen und ihre Wettbewerbsfähigkeit in diesem schwierigen Marktumfeld zu sichern. Die Technologieindustrie beweist, dass sie die Produktivität maßgeblich steigern kann, aber Technologien zeigen nur dann Wirkung, wenn sie effektiv mit allen anderen Unternehmensprozessen verzahnt sind.“

Die komplette Studie und ergänzende Informationen sind verfügbar unter: www.corp.att.com/bemoreproductive

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*Produkte und Dienstleistungen von AT&T werden von Tochtergesellschaften und verbundenen Unternehmen von AT&T Inc. unter der AT&T Marke angeboten und nicht von AT&T Inc. selbst

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Hinweise für die Redaktion

Methodik

Die führende Business School INSEAD hat gemeinsam mit AT&T eine groß angelegte Untersuchung durchgeführt, um zu ermitteln, wie sich Investitionen in Informationstechnologien der neuen Generation – wie zum Beispiel Mobilitätslösungen, Cloud-basierte Dienste und Online-Collaboration-Tools – auf die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen auswirken.

Ziel der Studie ist es, Entscheidern in den Unternehmen und der Politik Daten und Analysen für ihre Entscheidungen über ITK-Investitionen bzw. regulatorische Rahmenbedingungen für ITK-Investitionen an die Hand zu geben.

Detaillierte Erläuterungen der in dieser Studie genutzten Daten und Untersuchungsmethoden sowie fundierte Interviews mit ausgewählten Studienteilnehmern sind im Anhang der Studie zu finden sowie online unter www.corp.att.com/bemoreproductive.

About INSEAD, The Business School for the World
As one of the world’s leading and largest graduate business schools, INSEAD brings people, cultures and ideas together to change lives and to transform organisations.

With campuses in Europe (France), Asia (Singapore) and Abu Dhabi, INSEAD’s business education and research spans three continents. Our 145 renowned Faculty members from 35 countries inspire more than 1,000 degree participants annually in our MBA, Executive MBA, specialised master’s degrees (Master in Finance, Executive Master in Consulting and Coaching for Change) and PhD programmes. In addition, more than 9,000 executives participate in INSEAD’s executive education programmes each year.

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Around the world and over the decades, INSEAD continues to conduct cutting edge research and to innovate across all our programmes to provide business leaders with the knowledge and sensitivity to operate anywhere. These core values have enabled us to become truly "The Business School for the World."

INSEAD eLab is a centre of excellence within INSEAD providing insights into the impacts of digitization on leadership, organizations and countries. A key objective of INSEAD eLab is to strengthen links across academia, business leaders and policy makers by:

Drawing on a variety of global resources to develop research insights that are academically rigorous and relevant to private and public sector leaders; and
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