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Die Umstellung von Anwendungen auf IP

Die Entscheidung eines Unternehmens auf IP zu migrieren, macht dann am meisten Sinn, wenn bereits ein großer Teil der Anwendungen und Anlagen in einem konvergenten Netz laufen. Eine Umfrage unter 395 Führungskräften weltweit, durchgeführt durch die Economist Intelligence Unit im Auftrag von AT&T, belegt, dass diese Migration mit großem Tempo voranschreitet: Bis Mitte 2007 werden 50 Prozent der Unternehmen weltweit – und zwei Drittel der US-Unternehmen – ihre Sprach- und Datenanwendungen auf IP migriert haben. Ein Jahr später werden es, ausweislich der Befragung, bereits 72 Prozent aller Unternehmen sein.

Aus der Vielzahl der Varianten für eine IP-Migration geht der „Big Bang“, also die unternehmensweite Einführung, als weltweit bevorzugte Alternative hervor. In den USA allerdings wird eine phasenorientierte, abteilungsweise Umstellung eindeutig bevorzugt. Weniger als 20 Prozent der befragten Unternehmen startet mit einem kleinerem Testprojekt, obwohl dieser Ansatz die Möglichkeit bietet, im Vorhinein Probleme zu erkennen und zu lösen, respective Geschäftsunterbrechungen zu vermeiden. Dabei sehen die befragten Führungskräfte in der Unterbrechung des Tagesgeschäfts sehr wohl das größte Risiko, das aus der Umstellung der Anwendungen auf IP erwachsen kann.

Die Migration ebnet den Weg für die Integration der Anwendungen. Die meisten Unternehmen haben heute, auch das zeigt die Studie, eine Strategie, Anwendungen unter IP zu integrieren. Kein Wunder, dass der Markt für Integrationssoftware boomt. Die Unternehmen bedienen sich generell der „Web Services“ um auf standardisierte Art und Weise die schwierige Aufgabe der Integration zu bewerkstelligen. Von diesen Standards verspricht das „Session Initiation Protocol“ (SIP) besonders hilfreich bei der Integration jedweder Anwendung zu sein: Von Sprache über Video-Konferenzen bis hin zu fortgeschrittenen Anwendungen für die Verbesserung der Zusammenarbeit (Collaborative Applications).

Die Studie macht aber auch deutlich, dass der Weg zur Anwendungsintegration lang ist. Manche Firmen ziehen bereits finanzielle Vorteile aus dem Einsatz von Voice over IP, andere haben eine Integration mit anderen Kommunikationsanwendungen noch nicht vollzogen und beschränken folglich Einsatz und Nutzen dieser Technik.

Komplette Umfragen und Studien Liste.